Mymoń

38-524 Mymoń
49°34'25"N 21°56'40"E

Mymoń ist ein kleines Dorf in der Gemeinde Besko, das vor allem für seine erstaunliche "Wisłok Jar", eine der schönsten Flussschluchten in den polnischen Karpaten, bekannt ist. Der Fluss Wisłok fließt in einem engen Bett, umgeben von steilen, bis zu 60 Meter hohen Flyschhängen, und ändert auch abrupt seinen Lauf und dreht sich in einem kleinen, gut einsehbaren Raum, fast 180 °. Das Ganze ist unglaublich malerisch und die Hänge der "Schlucht" sind mit botanisch interessanter Vegetation bedeckt, darunter mehrere geschützte Arten.

Etwas weiter am Fluss Wisłok, am nördlichen Ende des Dorfes, befindet sich der Hügel 333, der als "Schloss" bekannt ist und nicht weniger mit Mymoń verbunden ist. An der Wende von der Bronze- und Eisenzeit gab es hier eine Siedlung der Lausitzer Kultur und im 13.-10. Jahrhundert eine slawische Festungssiedlung. Im 14. oder 15.Jahrhundert stand hier wiederum eine kleine Burg, deren Überreste einst Archäologen stark interessierten, obwohl sie heute im Gelände schon sehr schwer zu lesen sind.

Eine weitere Attraktion von Mymoń ist der Kriegsfriedhof aus dem Ersten Weltkrieg, der sich etwas oberhalb des Pfarrfriedhofs befindet. Ungefähr 180 nicht identifizierte Soldaten verschiedener Nationalitäten wurden hier begraben, die bei den Kämpfen zum Durchbruch der Front während der Offensive von Gorlice im Jahr 1915 getötet wurden. Derzeit gibt es hier 160 kleine Betonkreuze, die durch einfache Holzkreuze ersetzt wurden. Über den Kollektivquartieren befindet sich ein hohes Metallkreuz mit einer Gedenktafel. Die gesamte Nekropole ist mit einem Metallzaun umzäunt und am Eingang befinden sich Schautafeln mit der Beschreibung "Operation Gorlice", "Potyczki bei Besko - 9. Mai 1915" und die Geschichte des Soldatenfriedhofs selbst. Der markierte Weg führt dorthin.

Der Ort liegt an den Wanderwegen

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